10. Regionale Energiekonferenz ...

Am 17.11.2021 fand im Volkshaus in Meiningen die 10. Regionale Energiekonferenz Südwestthüringen statt.
Die Grußworte der Veranstalter hielten die Leiterin des Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, Frau Uta Kolano, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Südthüringen, Herr Dr. Peter Traut und Herr Reinhard Krebs als Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft (RPG) Südwestthüringen, zugleich Landrat des Wartburgkreises.

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Herr Reinhard Krebs nutzte den Anlass der Jubiläumskonferenz, um den Mitgliedern des Energiebeirates Südwestthüringen für ihr Engagement in den letzten 10 Jahren zu danken und überreichte in Anerkennung der geleisteten Arbeit jedem Mitglied ein Präsent und eine Ehrenurkunde. Als informeller Fachbeirat der RPG Südwestthüringen haben sie einen maßgeblichen Anteil an der fachlichen Vorbereitung der Energiekonferenz und sind selbst oft mit eigenen Beiträgen aktiv.

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Im Impulsreferat präsentierte Herr Prof. Dr. Dieter Sell als Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur die bisherigen Erfolge und die anstehenden Aufgaben, die Thüringen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu meistern hat. In diesem Zusammenhang plädierte er insbesondere für die Nutzung eigener Potenziale, um den Ausbau der Erzeugungskapazitäten für die Erneuerbaren Energien zu beschleunigen.

► Fakten und Trends zu Energiewende und Klimaschutz in Thüringen

Dr. Matthias Sturm von der Thüringer Energie AG betrachtete die Herausforderungen aus der Sicht eines Energieversorgungsunternehmens. Deutlich wurde dabei, dass es gerade bei der Einsparung von Energie noch großer Anstrengungen bedarf, um die politisch formulierten Klimaziele erreichen zu können.

Umsetzung der Energiewende aus praktischer Sicht – aktuelle Herausforderungen

Wie der Umstieg zur Klimaneutralität auf der Ebene der Kommunen gelingen kann, zeigte das Beispiel der Stadt Geisa, die für ihre Aktivitäten 2019 mit dem ThEGA-Preis „Klimaschutz in Kommunen“ ausgezeichnet wurde. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Geisa und heutiges Mitglied des Thüringer Landtages, Herr Martin Henkel, offerierte eine Vielzahl von kommunalen Handlungsmöglichkeiten, die nicht nur klimaschützend sind, sondern auch finanziellen Ressourcen einsparen.

► Thüringer Energieeffizienzpreis 2019: Erfolgsgeschichte Stadt Geisa

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Der Architekt Herr Dirk Stenzel vom Atelier für strategische und nachhaltige Architektur aus Leipzig zeigte mit dem von der Baugemeinschaft Z8 errichteten fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftshaus in Massivholzbauweise neue Wege auf, wie der Immobiliensektor von einer CO2-Quelle zu einer CO2-Senke werden könnte. Dafür erhielt er 2019 den sächsischen Staatspreis für Baukultur.

Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2019: Holzhaus Leipzig-Lindenau

Der Leiter des Forstamtes Bad Salzungen, Herr Jörn Uth, berichtete mit viel Enthusiasmus von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Rohstoffes Holz. Mit Hilfe unterschiedlichster technologischer Entwicklungen kann Holz den fossilen Rohstoff Erdöl in fast all seinen heutigen Einsatzgebieten ersetzen oder zumindest teilweise kompensieren. Insofern ist mit einem weiter steigenden Bedarf für Holz zu rechnen. Gleichzeitig ist der Wald vor dem Hintergrund des Klimawandels und seinen Folgewirkungen mit geeigneten Baumarten klimaangepasst so umzubauen, dass er auch zukünftig seinen Funktionen als CO2-Speicher und gleichzeitig bedeutendem Rohstoffreservoir gerecht werden kann.

► Holz – grünes Gold der Region – oder: ein Rohstoff mit ungeahntem Potential

Die Vielzahl an gedanklichen Anregungen und der Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen führten zu spannenden und durchaus kontrovers geführten Diskussionen mit den Teilnehmern der Konferenz. Angesichts der gewaltigen Aufgaben beim Umbau unserer Energiesysteme und dem immensen Energiebedarf waren Fragen nach der nötigen Energiesicherheit oder einer Neubewertung des Atomausstiegs durchaus nachvollziehbar.

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Die positive Resonanz der ca. 60 Teilnehmer in den Veranstaltungspausen und im Nachgang der Veranstaltung verdeutlichten erneut, wie wichtig es ist, ein derartiges Konferenzformat anzubieten. Auch in dieser pandemiebedingt schwierigen Zeit war es mit Hilfe der verschiedenen Partner sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Regionalen Planungsstelle Südwestthüringen möglich, diese Veranstaltung in Präsenz durchzuführen.
Dafür nochmals einen herzlichen Dank!

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